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SVS7 Min. Lesezeitaktualisiert 22.08.2026

SVS: zwei Zahlen, die du ab dem ersten Jahr kennen solltest

Selbstständige zahlen aus eigener Tasche 18,5 % Pensions- und 6,8 % Krankenversicherung — zusammen 25,3 % der Beitragsgrundlage. Die Grundlage der ersten Jahre nimmt die SVS aus dem drittvorangegangenen Jahr; sobald der Einkommensteuerbescheid vorliegt, wird rückwirkend nachbemessen. Diese Nachbemessung ist kein Fehler.

Die zwei Sätze, aus denen der Beitrag besteht

Im Gesetz stehen 7,65 % Kranken- und 22,8 % Pensionsversicherung — das sind die vollen Sätze. Die versicherte Person selbst leistet 6,8 % und 18,5 %; den Rest (0,85 % und 4,3 %) trägt der Bund. Zu rechnen ist daher mit 25,3 %, nicht mit 30,45 %. Das sind nicht alle Zahlungen an die SVS: dazu kommen Unfallversicherung und Selbständigenvorsorge — deren Sätze stehen in anderen Gesetzen und werden hier nicht genannt.

Woher die Grundlage des laufenden Jahres kommt

Die vorläufige monatliche Beitragsgrundlage ist die Grundlage des drittvorangegangenen Kalenderjahres, geteilt durch die Beitragsmonate und vervielfacht mit den Aufwertungszahlen des laufenden und der beiden vorangegangenen Jahre. Bestand vor drei Jahren keine Pflichtversicherung, gilt die Mindestbeitragsgrundlage. Unter die Mindest- und über die Höchstbeitragsgrundlage darf sie in keinem Fall.

Warum später eine Rechnung für die Vergangenheit kommt

Sobald der Einkommensteuerbescheid für dieses Jahr vorliegt, tritt die endgültige Beitragsgrundlage an die Stelle der vorläufigen — die Differenz wird nachverrechnet. Es gibt einen zweiten Grund, warum der Betrag höher ausfällt als erwartet: die im Beitragsjahr vorgeschriebenen Beiträge werden der Grundlage HINZUGERECHNET. Die Grundlage liegt damit fast immer über dem Gewinn, den die eigene Buchhaltung zeigt.

Die Nachbemessung ist weder Strafe noch Buchhaltungsfehler. Sie ist der normale Lauf des Gesetzes: die ersten Vorschreibungen waren eine Akontozahlung.

Wie man die Überraschung vermeidet

Die vorläufige Grundlage lässt sich auf Antrag ändern — hinauf wie herab —, wenn die Einkünfte des laufenden Jahres wesentlich von jenen des drittvorangegangenen abweichen. Der Antrag ist bis zum Ablauf des jeweiligen Beitragsjahres möglich, und neuerlich, wenn sich die Einschätzung ändert. Die Grundlage rechtzeitig hinaufzusetzen ist fast immer günstiger, als eine Nachbemessung für mehrere Jahre auf einmal zu bekommen.

Wie viel zurücklegen

25,3 % sind der Anteil an der GRUNDLAGE, nicht am Gewinn — und die Grundlage übersteigt den Gewinn um die Beiträge selbst. Eine Rücklage, die aus «Einnahmen minus Ausgaben» gerechnet wird, ist deshalb systematisch zu niedrig. Zvitly rechnet die Grundlage nach dieser Regel und zeigt die Differenz zwischen dem, was jetzt vorgeschrieben ist, und dem, was voraussichtlich nachkommt.

Häufige Fragen

Gibt es in den ersten Jahren eine Nachbemessung?
In der Krankenversicherung nicht: in den ersten beiden Kalenderjahren gilt die Mindestbeitragsgrundlage als vorläufige UND endgültige Grundlage, sofern in den letzten 120 Kalendermonaten keine solche Pflichtversicherung bestand. In der Pensionsversicherung wird nachbemessen.
Was passiert, wenn die Auskunft nicht rechtzeitig kommt?
Solange die Auskunftspflicht nicht erfüllt ist, wird der Beitrag von der HÖCHSTBEITRAGSGRUNDLAGE bemessen. Wird sie nachgeholt, ändert sich der Beitrag auf jenen Betrag, der bei rechtzeitiger Erfüllung gegolten hätte.
Kann man die Grundlage herabsetzen?
Ja, mit demselben Antrag — aber nicht unter die Mindestbeitragsgrundlage und nur so weit, als es nach den wirtschaftlichen Verhältnissen gerechtfertigt erscheint.

Quellen

Rechtsgrundlage im RIS geprüft — der amtlichen Rechtsdatenbank des Bundes. Stand: Datum der letzten Aktualisierung.

Keine Steuerberatung. Im Zweifel Steuerberater hinzuziehen.

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